Wer loslässt hat beide Hände frei! Was hältst Du noch fest?

Eines meiner beiden "Makrönchen Manufaktur" Cafés schließt jetzt am Samstag die Türen. Und ich bin gerade dabei auch den zweiten Laden zu verkaufen. Stück für Stück meinen Traum von der eigenen kleinen Firma aufzugeben. All das, was ich acht Jahre lang erbaut und erschaffen habe, gehen zu lassen. Vielleicht in Hände eines Nachfolgers zu übergeben, der die Firma im besten Falle gut weiter führt und wachsen lässt, eventuell aber auch nicht...


Es heißt für mich: Loslassen!
Harter Tobak...keine Frage!!! Aber machbar! Und zwar nicht nur für mich - sondern für uns alle!!!

Meist gibt es viele Gründe, die uns spontan einfallen, weshalb wir nur schwer von jemandem oder etwas loskommen:
„Ich hab schon so viel Zeit, Geld, Mühe investiert. Das kann ich jetzt nicht einfach aufgeben!“ oder „Ich glaube doch so fest daran, dass das noch was wird. Bestimmt muss ich nur noch XY tun und dann ist alles wieder schön!“ oder „Ich weiß gar nicht was ich dann machen werde, wenn das vorbei ist. Ich bin gar nicht abgesichert!“ oder, oder, oder!

Meist gibt es aber noch etwas tieferes, was uns vom Loslassen abhält. Einen Anteil in uns, der in unserer Kindheit nicht befriedet wurde, und jetzt weiterhin ganz laut nach etwas schreit. Ich nenne diesen Anteil auch gern den „Baby Rebell“. Meist geht es ihm (oder ihr) darum, endlich etwas beweisen zu wollen („Natürlich schaffe ich das!“, „Ich zeig es Euch!“) oder wirklich gesehen zu werden („Sieh mich doch endlich!“, „Ich bin gar nicht so wie Du mich immer darstellt! Ich zeig es Dir!“...). Diese kleinen, alten Rebellen in uns haben so eine unfassbare Kraft, dass sie uns immer wieder davon abhalten, frei zu sein! Sie lassen uns immer wieder in Situationen stolpern, die wie eine Re-Inszenierung unserer Kindheit sind, oder mit Menschen in Kontakt kommen, die uns an unsere Eltern von früher erinnern.

Den Blick einmal auf diese kleinen Rebellen zu richten und sich bewusst zu machen, dass diese Bedürfnisse gerade nicht da erfüllt werden können, wo wir es uns wünschen, ist traurig und kann uns auch wütend machen.

Es öffnet aber auch das Tor zum Loslassen und ebnet damit den Weg in ein freies Leben!✨
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WORAN HÄLTST DU NOCH FEST?

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